Leben

 

„Schneller. Lauter. Jünger“, staunte die Schweizer Tageszeitung BLICK 1999 über Florian Froschmayers Regie-Erstling EXKLUSIV, der damals das scheinbar Unmögliche vollbracht hatte - der Film war ein Kino-Hit. Ohne einen Rappen öffentlicher Gelder wurde der Film nur dank der Kreativität seines Regisseurs und mittels Sponsoring und Crowdfunding, für das es damals noch gar kein Wort gab, Realität. Froschmayer etablierte sich sowohl in der Schweiz als auch in seiner Wahlheimat Berlin als Macher und Innovator.

Mit dem selben Drive, den er für seine Filmarbeit aufbringt, attackierte er sein neuestes Projekt. SCRIPTtoMOVIE ist Froschmayers Antwort auf die täglichen Bedürfnisse der Filmschaffenden. Eine webbasierende Plattform, die erstmalig die kreativen, logistischen und administrativen Belange verknüpft. Ob Film, TV-Serie oder Werbespot, SCRIPTtoMOVIE passt sich den individuellen Anforderungen jeder Art von Filmproduktion an. Schon in den 80er Jahren war Froschmayer von Computern und ihren Anwendungen fasziniert. Er kreierte Video-Spiele, mit einem IBM Computer, den er seinem Mathe Lehrer abgekauft hat. Später brachte er sich im langwierigen Eigenstudium HTML bei, um Webseiten zu entwerfen und programmieren, die seinen Ansprüchen genügten.

Geboren 1972 in Zürich wirkte Florian Froschmayer schon als Junge in diversen Produktionen des Züricher Kindertheaters mit, wo er im zarten Alter von sieben Jahren von der Theaterpädagogin Rosmarie Metzenthin als künftiger Regisseur identifiziert wurde. „Sie meinte, ich würde gerne die anderen Kinder herum kommandieren“, erinnert sich Froschmayer. „Aber eigentlich habe ich ihnen nur gesagt, wann sie sich wo hinstellen müssen.“Am 28. Dezember 1985, im Alter von dreizehn Jahren, fällte er einen Entscheid fürs Leben. An dem Tag sah er zum ersten Mal Robert Zemeckis BACK TO THE FUTURE. „Als ich aus dem Kino kam, wusste ich, dass ich Filme machen will. Mit 13 hatte ich einen Plan fürs Leben.“

Karriere im Eigenstudium

Auf dem Weg zum Regisseur machte er jedoch ein paar Umwege. Nach der Lehrausbildung zum Kaufmann hatte er die Büroarbeit bald satt. Als er 1993 – mit zwei selbstgedrehten Amateurfilmen im Gepäck - erfuhr, dass das Schweizer Fernsehen neue Cutter suchte, bekam er dank einer befreundeten SF DRS-Mitarbeiterin einen Vorstellungstermin. Man bot ihm den Job an, vorausgesetzt er würde sich das Handwerk im Selbststudium aneignen. Flugs kündigte Froschmayer seine Arbeit in einer Züricher Videothek, schaute eine Woche lang einer erfahren Cutterin über die Schulter und schnitt jede Nacht bis 7 Uhr morgens Probe-Beiträge. Nach zwei Wochen kriegte er seine erste Story, die auch gesendet wurde und landete den Job.

Während fünf Jahren schnitt Froschmayer Dokumentarfilme und über 1000 News- und Magazinbeiträge, bis ihm der Arbeitsplatz und das Format Fernsehen zu klein wurden. Sein Kino-Film EXKLUSIV warf Schockwellen durch die helvetische Medienlandschaft. Noch nie hatte sich ein junger Regisseur den traditionellen Konventionen des Schweizer Filmschaffens, das damals fast ausschliesslich von öffentlichen Geldern der Schweizerischen Kulturförderung finanziert wurde, derart widersetzt. Seine innovative Art eröffnete neue Wege der Finanzierung von Schweizer Kultur und machte künftige Kino-Filme wie ACHTUNG, FERTIG, CHARLIE!, ERNSTFALL IN HAVANNA, KATZENDIEBE oder WHO KILLED JOHNNY erst möglich.

Madeleine Hirsiger, damals Chefredaktorin des Ressorts Film beim Schweizer Fernsehen, lobte die „wunderbaren Bilder und bissigen Dialoge“von EXKLUSIV, einem Krimi angesiedelt im Journalistenmilieu. Das Nachrichtenmagazin FACTS beschrieb den Film sogar als „Epochal!“Trotz fulminanter Reaktionen sah Froschmayer seine Zukunft aber nicht im Heimatland. „In der Schweiz gibt es keine Filmindustrie“, erklärt er seinen Entscheid, 2001 nach Berlin umzusiedeln. „Ich will nicht alle sechs Jahre einen Film machen, sondern sechs Filme pro Jahr.“

Erfolg in Berlin

In Berlin drehte der motivierte Jungfilmer mehrere Folgen für TV-Serien wie KÜSTENWACHE oder DIE SITTE, bevor er den Sprung über den Teich wagte. In den USA realisierte Froschmayer seinen zweiten Kino-Film L.A. X., ein Roadmovie, mit Hauptdarsteller Martin Rapold als Einzelgänger, auf einer Reise durch den wilden Westen und auf der Suche nach sich selbst. Mit einer Minimalcrew von Kameramann, Schauspieler und Regisseur wurde in nur 14 Tagen einer der ersten Schweizer Filme mit einer Digital-Kamera abgedreht. Die Film-Website cineman.ch schrieb: „Ein ruhiger und nachdenklicher Film, gespickt mit viel unfreiwilliger Komik.“

Zurück in Berlin erhielt Froschmayer das Angebot, mehrere Episoden der Deutschen Erfolgs-Krimiserie TATORT zu drehen. Folgen wie DER POLIZISTINNENMÖRDER mit Kommissarin Eva Mattes oder BOROWSKI UND DIE HEILE WELT mit Hauptdarsteller Alex Milberg ernteten grosses Kritikerlob. Es folgten Fernsehfilme wie DIE ROUTE (2009, RTL) oder NICHT OHNE MEINEN ENKEL (2013, ARD/ORF) mit Thekla Carola Wied und Christian Kohlund. „Sensibel und ohne Effekthascherei, mit klarem Fokus aufs Wesentliche“, beschrieb die Zeitschrift der STERN im Mai 2009 sein Talent als Filmemacher. Dieser Fokus aufs Wesentliche hat Froschmayer nicht nur 50 erfolgreiche Kino- und Fernsehfilme drehen lassen, er hat ihn auch zu seinem neuesten Projekt motiviert. SCRIPTtoMOVIE ist eine Software, die Filmemachern den Arbeitsprozess erleichtert.

SCRIPTtoMOVIE

SCRIPTtoMOVIE ist aus Froschmayers Frustration über schwerfällige Abläufe während der Filmarbeit entstanden. Das anspruchsvolle Computerprogramm erleichtert die Kommunikation zwischen Regisseur, Produktionsteam, Cast und Crew und eliminiert Stunden von administrativem Ballast. Egal ob Film, TV-Serie oder Werbespot, SCRIPTtoMOVIE passt sich den individuellen Bedürfnissen jeder Art Filmproduktion an.„Mein Ziel ist es, mit der besten Software meine Filme zu drehen. Und wenn andere Filmmacher in Europa oder Übersee an meinem coolen Tool interessiert sind, wäre das das natürlich das Tüpfelchen auf dem i.“

florian froschmayer 01

*24.10.1972

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